Turnier in Ziegelstein: "Kein Abseits im Fußball"

Am Sonntag, den 8. Oktober 2017, veranstaltete der Sportservice Nürnberg wie bereits im Vorjahr in Ziegelstein beim ASN Pfeil Phönix ein Turnier des Projekts „Kein Abseits im Fußball“ im Rahmen von „Sport integrativ“. Acht Projektmannschaften aus Nürnberg und zwei aus Regensburg  waren eingeladen. Auch wenn das Wetter nicht so schön war wie im letzten Jahr, hatten alle viel Freude bei den Begegnungen auf und neben dem Platz.

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Vor allem die vier Ziegelsteiner Mannschaften (ASN 1, ASN 2, Kicktreff 1 und 2), die die vier vorderen Plätze unter sich aufteilten, nutzten die Gelegenheit, ihren über das letzte Jahr gewachsenen Teamgeist und ihre fußballerischen Fortschritte in die Spiele einzubringen. Nicht zuletzt durch die leckere gespendete Verpflegung, die schönen Preise für alle Mannschaften, die fairen Spiele und die herzlichen Gespräche war es aber auch für alle anderen ein runder Tag.

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Willkommen-im-Fußball-Pokal wieder in Ziegelstein

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Am Samstag, 23.09.2017, fand am Sportpark Valznerweiher der diesjährige "Willkommen im Fußball"-Cup statt. Dieses Turnier gab es nun zum zweiten Mal nach 2016 , wieder mit acht Teams. Die Projektmannschaft "Kein Abseits im Fußball" vom ASN Pfeil Phönix und dem 1. FCN mit vielen Ziegelsteiner und Schafhofer Spielern gewann dieses Jahr den Wanderpokal.

Die Letztjahressieger vom Ziegelsteiner Kicktreff kamen mit einer deutlich veränderten Mannschaft auf einen soliden 5. Platz, freuten sich aber mit den Vereinskollegen vom ASN Pfeil Phönix darüber, dass der Pokal wieder nach Ziegelstein geholt wurde. Unterhalten durch das Pausenangebot des Cristiano Ronaldo-Doubles und Ballkünstlers Saki und durch viele nette Gespräche bei herrlichem Sonnenschein hatten alle viel Freude und es wurde zu einer stimmungsvollen Veranstaltung für alle Beteiligten.

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Begegnungsfest "Gemeinsam in Ziegelstein"

 

Zum Begegnungsfest „Gemeinsam in Ziegelstein“ trafen sich am Samstag, den 8. Juli 2017 über 130 Gäste im Gemeindehaus und Garten der Melanchthonkirche. Dazu waren die angekommenen Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte und die Freiwilligen des Helferkreises eingeladen.

Der sommerliche Nachmittag begann mit einem erfrischenden Eis und Gesprächen an der Wasser- und Saft-Bar. Pfarrer Dr. Dreher begrüßte alle Gäste und dankte dem Helferkreis und Arbeitskreis Flüchtlinge Ziegelstein. Mit der Nächstenliebe begründete er den diakonischen Auftrag der Kirchengemeinde, den angekommenen Geflüchteten beizustehen. Wir begrüßten die Ziegelsteiner Stadträtin Sonja Bauer zum Begegnungsfest. Mehrere Teilnehmer*innen übersetzten und begrüßten mit einem „Willkommen“ in ihren Sprachen Arabisch, Persisch, Äthiopisch und Ukrainisch.

Gutes Essen am Buffet von Catering Dokur und Mitgebrachtes der Besucher*innen gab es im Saal oder unter dem Apfelbaum im Garten zu genießen. Die äthiopische Kaffeezeremonie mit dem Rösten und Mahlen der Kaffeebohnen, Weihrauch-Duft, Kochen auf Holzkohle und freundlichem Ausschank vermittelte eine besondere Atmosphäre und stiftete vielerlei schöne Begegnungen und Kontakte. Das umfangreiche Kinderprogramm der Jugendgruppe und Pfadfinder bot Pizza-Backen, Schwamm-Laufen, Schminken, Malen und die Schaumkuss-Wurfmaschine.

Die siebenköpfige Theatergruppe der Nürnberger Sprachschule AFI zeigte ihr eindrucksvolles Stück "Donkey Shot" unter Regie von Andra-Maria Jebelean, Theaterpädagogin des Staatstheaters Nürnberg. Die Performance griff Motive von Cervantes "Don Quijote" auf - wie den Kampf mit den Windmühlen, den Ritterschlag und den skurrilen Ritt auf dem klapprigen Gaul Rosinante mit Sancho Panza - begleitet vom Spiel der Saz-Laute und angelegten Gewändern mit Reichsadler, Nürnberger Stadtwappen und Kettenhemden. Die syrischen und irakischen Schauspieler thematisierten bilderreich und ausdrucksstark ihr Ankommen und Leben in Gemeinschaftsunterkünften mit Herausforderungen, Hoffnungen und Sehnsüchten. 

So ergaben sich viele Kontakte und Gespräche zwischen den Besuchern aus den Gemeinschaftsunterkünften und den Ehrenamtlichen des Helferkreises. Das Begegnungsfest klang aus mit Musik und Tanz sowie Sauerkirschen aus dem Gemeindegarten. Herzlichen Dank allen Mitwirkenden für ihre Beiträge zum Fest wie die Mitarbeit bei Aufbau und Abbau, Küche und Technik. Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal.

(ba, Fotos: fb)

           

    

      

      

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"Angekommen! Was nun? Zwischen Asylverfahren und Integration" - Veranstaltungsrückblick

 

Mission eine Welt

 

Rückblick auf die Informationsveranstaltung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ziegelstein klingt bunt für die Menschenrechte“

Angekommen! Was nun?

Zwischen Asylverfahren und Integration

Als eine“ runde Sache“ - so könnte die Veranstaltung am 31. Mai im gut besuchten Gemeindesaal der Melanchthongemeinde bezeichnet werden.

Nach einer Einführung des stets souveränen Moderators Dr. Jürgen Bergmann (Mission Eine Welt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern), der mit Fakten zu den weltweiten Fluchtbewegungen aufwartete, wurden die beiden Referentinnen nach ihren Einschätzungen zu den verschiedenen Themen im Zusammenhang mit Flucht befragt.

Verena Schaarschmidt berichtete über ihre Erfahrungen als Ehrenamtskoordinatorin in der Flüchtlingsarbeit im Evangelischen Dekanat, dass es sowohl schmerzhafte Situationen für die Helfer*innen beim Umgang mit den Behörden für ihre geflüchteten Schützlinge als auch beglückende Erfahrungen im menschlichen Austausch gebe.

Gülay Incesu- Asar, stellvertretende Geschäftsführerin des Integrationsrates der Stadt Nürnberg, konnte Einiges zur Wohnsituation von Flüchtlingen in bestimmten Fällen erläutern und freute sich besonders über eine in Nürnberg geplante eigene Unterkunftsmöglichkeit für Frauen.

Auch die zu geringe Anwendung von Ermessensspielräumen seitens der Behörden, wenn sich Flüchtlinge sehr gut integriert haben, und rigide Vorgehensweisen bei Abschiebungen wurden thematisiert.

Besondere Aktualität erhielt dieses Thema durch den Polizeieinsatz zur Abschiebung eines afghanischen Schülers, der aus seiner Klasse an der Berufsschule in Nürnberg heraus festgenommen wurde. Die Schüler*innen demonstrierten gegen die Abschiebung ihres Mitschülers und setzten sich auf die Straße vor den Polizeiwagen. Zur Auflösung des Sitzstreiks setzte die Polizei unmittelbaren Zwang ein. Hieran entzündete sich bei der Informationsveranstaltung eine kontroverse Diskussion: Gewalt gegen und Traumatisierung der Schüler*innen sowie die Gefahr künftigen Fernbleibens der von Abschiebung bedrohten Schüler*innen vom Unterricht wurden auf der einen Seite benannt. Ärger wegen der verletzten Beamten, die ihre Pflicht erfüllten, stellte die andere Position dar.

Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Arbeit und Ausbildung für Geflüchtete und die spezielle Situation im Stadtteil Ziegelstein wurden im weiteren Verlauf durch die Teilnehmer*innen angesprochen und diskutiert.

Die Ausstellung „Flucht und Migration“ der Mission Eine Welt, die verschiedene Facetten beleuchtete, rundete die Veranstaltung sehr informativ ab, so dass die Besucher*innen zahlreiche Eindrücke und Denkanstöße mitnehmen konnten.