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Aktuelles Engagement

Engagement für die Ukraine

Wir verfolgen mit Bestürzung, was im Moment in der Ukraine geschieht. Da wir selbst keine Hilfe organisieren können, aber schon das ein oder andere Mal angefragt wurden, welche Möglichkeiten es gibt, aktiv zu werden, verweisen wir hier auf den newsletter der Stabsstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Corporate Citizenship des Referats für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg.

Dort wird auf viele Initiativen verwiesen, einige Möglichkeiten, aktiv zu werden, vorgestellt, und auch versucht, die verschiedensten Dinge zu koordinieren:

Zur Online-Version mit Bildern
Sonderausgabe_Bürgerschaftliches Engagement Integration und Flucht – 03/2022, 01.03.2022 Stadtportal „Ukraine Hilfe“
Wenn Sie auf den auf die Online Version klicken, können Sie den Link zur Seite der Stadt öffnen.

Von der Staatsregierung wurde bereits unbürokratische Hilfe angekündigt, sollten Geflüchtete aus der Ukraine auch bei uns im Stadtteil in den Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, werden wir naürlich auch hier unsere Hilfe anbieten.

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Aktuelles Engagement

Wir wünschen schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr

Mit einigen schönen Aktionen geht dieses Jahr nun zu Ende.

Adventliche Musik mit Akkordeon, Cello, Geige und Querflöte im Hof der Rathsbergstraße
Verteilaktion des CVJM in der Vorweihnachtswoche in der GU Rathsbergstraße

Trotz der Corona-Pandemie konnten Ehrenamtliche weiterhin die Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften begleiten, Einzelpersonen beim Deutsch-Lernen unterstützen und Schülern und Schülerinnen bei den Hausaufgaben und beim Lernen helfen.

Wir danken allen Ehrenamtlichen und Unterstützern für Ihr Engagement in 2021 und hoffen auf eine weitere gute Zusammenarbeit im neuen Jahr!

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Aktuelles Engagement

Forum Willkommenskultur am 12. November 2021

Liebe Leserinnen und Leser,  

die Stadt Nürnberg, Referat für Jugend, Familie und Soziales, lädt herzlich ein zum  

5. Forum Willkommenskultur am Freitag, 12. November 2021 von 15.00 bis 18.45 Uhr  

Diesmal digital als Videokonferenz. Das Programm in Kurzform:  

15.00:  Grußworte von Oberbürgermeister Marcus König und der Referentin für Jugend, Familie und Soziales, Elisabeth Ries.  

15.15:  Vorstellung des Pilot-Projektes der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit Prof. Dr. Petra Bendel – Professorin für Politische Wissenschaft, Leiterin des Forschungsbereichs Migration, Flucht und Integration mit Diskussion.  

16.15:  Drei Runden parallele Foren mit kurzen Berichten von engagierten Haupt- und Ehrenamtlichen aus zahlreichen Initiativen und Organisationen:

Start with a Friend e.V. Nürnberg, Einzelfallkommission für ausländerrechtliche Fragen, Mehrgenerationenhaus der AWO Nürnberg mit dem Thema Resilienz / Happiness, Projekte WinGS, WoFA – Wohnraum für Alle und Sozialamt der Stadt Nürnberg zum Thema Wohnen; Sport integrativ – Das Nürnberger Programm zur Integration von Flüchtlingen in den Vereinssport; Bildungsbüro der Stadt Nürnberg und ZAM-Beratung „Kommunales Programm Deutschspracherwerb“; MOiN e.V. – Verbund der Migrantenorganisationen in Nürnberg; Mehrgenerationenhaus der AWO Nürnberg mit dem Thema Mathematik-Vorhilfe; PAHN – Politische Arbeitsgemeinschaft Helferkreise Region Nürnberg; AGABY – Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten und Integrationsbeiräte Bayerns mit dem Thema Digitalisierung; co-check Bildungsträger; mudra Alternative Jugend- und Drogenhilfe Nürnberg e.V.; Bildung und Bürgerschaftliches Engagement; PAHN – Politische Arbeitsgemeinschaft Helferkreise Region Nürnberg; we integrate e.V.

18:10 – 18:40: Abschluss: Vorstellung von Videos zum Thema Ehrenamt und Integration mit Interviews.

Das detaillierte Programm mit Ablauf finden Sie auf der Internetseite:   https://www.nuernberg.de/internet/nuernberg_engagiert/forumwillkommenskultur2021.html  

Dort finden Sie ebenfalls den Zugangslink zur Zoom-Konferenz. Eine vorherige Anmeldung zur Veranstaltung ist nicht erforderlich. Bitte gerne weitersagen und weiterreichen.    

Mit bester Empfehlung und freundlichen Grüßen

Bernd Arnold

Koordinator

Arbeitskreis Flüchtlinge Ziegelstein  

(Foto: Forum Willkommenskultur 2018)

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Aktuelles Engagement

Neues aus dem Helferkreis

Wie überall im sozialen Bereich war auch unsere Arbeit im Helferkreis während der letzten Monate sehr eingeschränkt. Einige Ehrenamtliche trafen sich vor Ort in den Unterkünften mit Kindern oder Erwachsenen, andere begleiteten Familien, die bereits ausgezogen waren oder gingen mit Frauen und Kindern auf den Spielplatz.

Sehr gefreut haben wir uns, dass wir am 7. Juli 2021 wieder ein Präsenztreffen des Helferkreises im Gemeindesaal der Melanchthonkirche durchführen konnten. Langjährige Aktive sowie relativ neue Ehrenamtliche konnten sich austauschen über die letzten Monate, über Erfreuliches und Schwieriges. Traurig sind alle, dass das Café O.K. auch weiterhin nicht seine Türen für alle öffnen kann. Dafür gibt es in den Unterkünften nun wieder mehr Freiheiten, Besuche sind zum ersten Mal seit langer Zeit wieder erlaubt, auch Treffen kleiner Gruppen werden wieder möglich. Die zeitweilige Abwesenheit der Sozialberatungen aufgrund von Corona-Fällen in den GUs hat vor allem die Bewohner:innen, aber auch Helfer und Helferinnen vor große Herausforderungen gestellt.

Wir hoffen nun auf einen ruhigeren Sommer, in denen die Kinder sich in den wohlverdienten Ferien ein wenig von dem anstrengenden Schuljahr mit Distanzunterricht, Wechselunterricht und – seit den Pfingstferien – wieder vollem Präsenzunterricht erholen können.

Angebote wird es sowohl in der Rathsbergstraße als auch in der Andernacher Straße geben – gemeinsames Spielen und Lernen, je nach Engagement der Ehrenamtlichen.

In Zusammenarbeit mit dem AK findet in der 4. Ferienwoche im Gemeindehaus der Melanchthonkirche eine Kinderakademie statt, zu der Grundschüler aus Ziegelstein, nicht nur aus den Gemeinschaftsunterkünften, eingeladen sind.

Wir wünschen allen Engagierten und Interessierten eine schöne Sommer- und Ferienzeit!

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Geflüchtete über What’sApp betreut

Wie der Helferkreis Ziegelstein an Helfer aus Betrieben kam

NÜRNBERG – Diese langen Wochen sind für alle schwer, für die einen weniger und für andere mehr. Stark betroffen sind Geflüchtete, die versuchen, in Deutschland Fuß zu fassen und dafür so viel wie möglich zu lernen. Mit dem verschärften Lockdown kommt das Lernen von Mensch zu Mensch zu kurz, während zugleich für den Online-Unterricht vielerorts die Voraussetzungen ungenügend sind. Was tun in diesem Dilemma? Schlaglichter auf die vielen Zwickmühlen am Beispiel von Ziegelstein.

Susanne Mahlein ist Mitbegründerin und besonders aktives Mitglied des Helferkreises Ziegelstein, zudem Co-Koordinatorin des ehrenamtlichen Engagements. Sie blickt mit Sorge auf ihre Schützlinge, nachdem „alles lahmgelegt ist, alle direkten Treffen mit uns unmöglich geworden sind“. Das liege auch daran, dass manche Helfer über 70 oder berufstätig sind und das Risiko scheuen, sich und ihr Umfeld anzustecken.

Deshalb entschied ein Teil der rund 50 Aktiven zu pausieren, ein anderer Teil verlagerte die Kommunikation auf das Smartphone, berichtet Mahlein. Und das ist das Problem: Die Unterkunft in der Rathsbergstraße hatte bisher kein Wlan, was für diejenigen Bewohner schlimm ist, die keine Handyverträge abschließen können, weil ihnen das Bleiberecht fehlt. Da die Regierung von Mittelfranken hart blieb, sprang nun glücklicherweise der Verein Freifunk Franken ein und packte an.

Die Freifunker sind nicht die einzigen, die das Schicksal der Geflüchteten nicht kalt lässt. So hatte sich der Softwarespezialist Rogator gefragt, wie er sein soziales Engagement ausweiten könnte – und wurde in der direkten Nachbarschaft fündig. Die Unterkunft in der Andernacher Straße im Gewerbegebiet Ziegelstein liegt nur wenige Gehminuten vom Firmensitz der Rogator AG entfernt.Mitarbeitende wurden ermuntert, sich um Geflüchtete tätig zu kümmern – während der Arbeitszeit, also bezahlt. Ein knappes Dutzend Freiwilliger war schnell gefunden. Jeweils zu Dritt gingen sie in den Neubau, halfen bei den Hausaufgaben, betreuten das spielerische Lernen, gaben Jugendlichen Tipps zum Beruf und sprachen mit den Erwachsenen. „Die Kinder standen manchmal Schlange, total aufgeregt, dass sie in den Spielraum durften“, erzählt Jasmin Zitzmann, bei Rogator Projektleiterin für Mitarbeiterbefragungen. „Aufregend und ungewohnt waren die Einsätze aber auch für unsere Leute, wir sind ja keine Pädagogen, und manchmal wurde es wild.“ Das Engagement wirkte in der Firma auch nach innen, Flucht wurde zum Thema in Büros und auf Gängen. „Insgesamt bereichernd“, fügt sie hinzu. Überraschend fand Zitzmann bei der Studie, „dass die Helfer ihren persönlichen Beitrag zur Integration deutlich geringer einschätzen als den Beitrag der Angebote des Helferkreises. Viele stellen also ihr Licht ziemlich unter den Scheffel. Denn ohne die Helfer gäbe es die Angebote ja gar nicht.“ Auch die durchschnittlich aufgewendete Zeit für die ehrenamtliche Tätigkeit von rund vier Stunden pro Woche fand sie erfreulich-überraschend hoch.

Susanne Mahlein erzählt begeistert von der „Riesenhilfe durch Rogator. Für uns vom Helferkreis war es eine moralisch-seelische Unterstützung.“

Im Corona-März war dann abrupt Schluss mit den Besuchen. Nach Beratungen mit dem Koordinator des Helferkreises, Bernd Arnold, tat das Unternehmen sodann das, was es am besten kann, ja, was geradezu die DNA der Forscher ausmacht: Online-Befragungen. In diesem Fall hat Rogator die Ehrenamtlichen kostenlos befragt und dabei Erstaunliches gefunden.Die Ergebnisse wurden dem Helferkreis vor einigen Wochen vorgestellt.

Ein weiteres bemerkenswertes Resultat der Befragung: Digitale Welt hin oder her, die persönlichen Gespräche sowohl innerhalb des Helferkreises als auch mit den Geflüchteten stufen die Helfer mit Abstand am höchsten ein. Umso gravierender beschneidet die Pandemie mit ihren Sicherheitsregeln die Arbeit der Ehrenamtlichen. Zumal zwei Drittel der Befragten angaben, dass für sie die Treffen in der Gruppe wichtig bis sehr wichtig sind. Doch mit Corona können sie kaum noch stattfinden, genauso wenig wie offene Treffen im „Café O.K.“ im Kulturladen Ziegelstein oder Kochaktionen, Nähgruppen oder Sport. Hinzu kommt: Aus der Sicht der „Kümmerer“ sind direkte Kontakte eine bedeutende Stütze bei der Integration der Geflüchteten. Hierbei stehen Spracherwerb, Ausbildung/Beruf und persönliche soziale Kontakte ganz obenan.

Und was sagen die Geflüchteten selbst? Einer berichtete in diesem Herbst „Seit Corona ist alles schlimm, wir müssen immer zu Hause bleiben, Ämter sind geschlossen. Wir können nicht lernen (weil keine Kurse stattfinden) und nicht arbeiten. Aber gut ist, dass wir kein Corona haben!“ Was auch andere besonders schwierig fanden: Alle Kinder waren zu Hause, und sie verstanden nicht, warum sie nicht zu ihren Freunden durften. Eine Mutter nannte als ihre größte Sorge, dass ihre Kinder im Unterricht zurückfielen. Zudem fehlte in der Unterkunft ein Rückzugsraum. Auf der anderen Seite waren viele Geflüchtete glücklich, weil niemand sie in dieser Zeit in ihr Heimatland zurückschicken konnte. Einer erzählte, dass er vermehrt Rassismus erlebe.

Von den rund 50 aktiven Mitgliedern – zu 71 Prozent weiblich – sind ungefähr zwei Drittel von Anfang an dabei, nämlich seit der Gründung des Helferkreises 2016. Die meisten konzentrieren sich auf die Betreuung einzelner Familien oder Singles.

Eine der Pionierinnen ist Sabine Eichenmüller. Sie kümmert sich seit fast fünf Jahren um eine iranische Familie, angefangen beim Deutschunterricht für die  Mutter über die Begleitung zum Ausländeramt bis hin zum gemeinsamen Abklappern von Wohnungsangeboten. Letzteres ist geschafft. Die Familie konnte die Gemeinschaftsunterkunft in Ziegelstein verlassen und lebt in einer eigenen Drei-Zimmer-Wohnung. Erfreulich zudem: Die Frau hat eine sozialversicherungspflichtige Arbeit. Leider ist ihr Ehemann seinen Job auf Probe nach einem Monat wieder los und wartet noch auf sein Gehalt. Sabine Eichenmüller beobachtet Fortschritte genauso wie Rückschläge. „Ich glaube aber, die Familie kriegt ihr Leben hin.“

Noch in diesem Sommer – so Mahlein – seien sieben neue Helfer zum Kreis hinzugestoßen. Und sie sinniert über die Zukunft. Ein Musiker aus ihren Reihen hat ein Lied komponiert mit der Zeile: ,Wenn das vorbei ist, dann feiern wir ein Fest‘. „Darauf freuen wir uns alle“, sagt die Helferin und lädt weitere Mitmenschen mit Herz ein, dann mit anzupacken und mit zu feiern, sobald es die Entwicklung der Pandemie erlaubt.

ag

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Corona Info

AKTUELLES ZU DEN UNTERKÜNFTEN IN ZIEGELSTEIN

Liebe Leserinnen und Leser,

seit Mitte März bestand ein absolutes Besuchsverbot in den Gemeinschaftsunterkünften, was auch uns als Helferkreis betroffen hat. Es gab keine Möglichkeit, die gewohnten Aktivitäten weiterzuführen. Das Besuchsverbot ist nun seit Ende Juni aufgehoben, die BewohnerInnen dürfen wieder Besucher empfangen, auch der Helferkreis darf die Arbeit unter strengen Hygienebedingungen wieder aufnehmen.

Hierbei bestehen aber Unterschiede in den verschiedenen Unterkünften hier in Ziegelstein. Weil in der städtischen Unterkunft im Bierweg kein Gemeinschaftsraum vorhanden ist, treffen sich die Ehrenamtlichen normalerweise mit den BewohnerInnen in deren Räumen – oder auch zu Hause bei den Ehrenamtlichen.

In der Andernacher Straße, auch einer städtischen Unterkunft, durfte ein kleines Team von Ehrenamtlichen schon Anfang Mai mit sehr strengen Hygieneregeln die Kinder beim Homeschooling unterstützen. Durch den großen Bedarf hat sich diese Arbeit mit den SchülerInnen inzwischen etabliert und sie werden fast täglich betreut.

In der Unterkunft der Regierung Mittelfranken in der Rathsbergstraße war lange Zeit keine Asylsozialberatung vor Ort, erst Mitte Juni konnten sie dort ihre Arbeit wieder aufnehmen. Hier gilt für den Helferkreis, dass sich Ehrenamtliche nur unter Einhalten eines Hygienekonzepts mit einzelnen Personen oder Personen aus einem Haushalt entweder in deren Zimmern oder auch im Gemeinschaftsraum treffen können. Gruppenangebote sind weiterhin nicht erlaubt.

In einem Austauschtreffen der Ehrenamtlichen am 15. Juli 2020 würde darüber gesprochen, welche Auswirkungen der Lockdown für die Geflüchteten, die Ehrenamtlichen und deren Aktivitäten bedeutet hat und immer noch bedeutet. Erfreulich sind die verschiedenen Initiativen – angefangen von Kontakten per Smartphone bis hin zu Gesprächen „über den Zaun“, beim Einkaufen oder in der U-Bahn.

Nun versuchen wir, wieder mehr persönliche Kontakte zu ermöglichen und Wege zu finden, die BewohnerInnen und Kinder zu begleiten, SchülerInnen zu fördern und allen bei der Integration in unsere Gesellschaft zu helfen.

Danke für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung!